Letztendlich konnte man dann doch zufrieden sein nach 90 Minuten. Einen Punkt nimmt die Eintracht dank des 1:1 bei den Grashüpfern mit nach hause und bewahrt sich so alle Chancen auf den Aufstieg. Den Punktgewinn verdankt man vor allem einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Halbzeitpause in einem Spiel, das wenig Torchancen bot.
In die Begegnung ging man diesmal wie gewohnt mit Horst im Tor und Danny als Libero. Die Innenverteidigerposten übernahmen Andre und Carsten. Im Mittelfeld bot sich ein bekanntes Bild mit Robert, Timo, Roberto, Daniel W. und Phil. Michel als Kapitän und Daniel B. besetzten den Sturm. Pünktlich zum Anpfiff setzte ein starker Regen ein. Zwar sahen die Zuschauer ein schnelles Spiel, bis zur ersten Torchance für den TSC dauerte es aber bis zur 20. Minute, als Roberto einen Fernschuss links neben das Tor setzte. Nur eine Minute später hatte erneut Roberto eine gute Torgelegenheit, der gegnerische Torwart konnte seinen Kopfball aber unter Kontrolle bringen. Bis dahin war aber auch der Gegner noch zu keiner Torchance gekommen, was vor allem an der starken Defensive der TSCler lag.
Der Rückschlag für die Eintracht folgte dann in der 25. Minute: Die Grashüpfer bekamen einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen. Diesen vollendete ein Gegenspieler mit etwas Glück und einem Heber zum 1:0. Der Ball war von der Latte an Horsts Rücken und dann ins Tor gefallen. Ein ärgerliches Tor, das aber niemandem zur Last gelegt werden kann. Die Eintracht antwortete sofort, in dem sich Robert über rechts durchsetzte, allerdings nicht zur Torerfolg kam. Eine gute Torchance hatten die Grashüpfer in der 35. Minute, als sie einen Torschuss vom Sechzehner knapp an Horsts Tor vorbei schossen. Der stark aufspielende Carsten erhielt in der 39. Minute eine gelbe Karte, da er mit einer Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden war und dies kundtat. Eine Minute später hatte Daniel B. den Ausgleich auf dem Kopf, konnte aber einen Freistoss von rechts nicht ins Tor weiterleiten. Zur Halbzeit blieb festzuhalten, dass die Eintracht eine gute Defensivleistung zeigte, aber zu wenig nach vorne brachte. Das Tor für die Gastgeber war zudem aus einer unglücklichen Situation heraus gefallen.
Der Trainer stellte dann in der Halbzeit einiges um in der Mannschaft. Paule kam ins Team und sollte die defensiven Aufgaben von Andre übernehmen, so dass dieser sich ganz seiner Offensivstärke widmen konnte. Andre sollte in der zweiten Halbzeit den Spielmacher geben, Daniel W. wich auf die linke Seite aus. Im Sturm sollte Chris für neue Impulse sorgen. Phil und Michel gingen raus. Und die Veränderungen fruchteten: Die Eintracht spielte eine ihrer stärksten Halbzeiten dieser Saison. Angefangen bei einem Freistoss von Timo in der 50. Minute, den Andre per Kopf verlängerte, aber Daniel W. direkt vor dem Tor des Gegners nicht erreichen konnte. Einen erneuten Freistoss von Timo kurze Zeit später verpassten ebenfalls unmittelbar vor dem Grashüpfertor Mitspieler und Gegner. Paule spielte in der 63. Minute einen starken Pass in die Spitze auf Daniel B., den der Schiedsrichter aber wegen vermeintlicher Abseitsposition abpfiff. Unmittelbar danach holte Daniel B. durch kluges Nachsetzen einen Eckball raus. Timo übernahm den Eckstoss und brachte den Ball direkt an den zweiten Pfosten, wo Libero Danny in die Luft stieg und zum hochverdienten 1:1 Ausgleich einköpfen konnte.
Es folgte eine Druckphase der Gäste. Die TSCler merkten, dass die Grashüpfer dem nicht mehr viel entgegenzusetzten hatte und setzten auf ihre Offensive. Eine erneute Ecke von Timo brachte aber keinen Torerfolg. Um den Druck hoch zu halten brachte Trainer Plümer dann in der 72. Minute einen frischen Spieler, nahm Robert vom Platz und brachte dafür Stefan, der unter der Woche noch krank gewesen war. In der 75. Minute leitete Chris einen schön anzusehenden Angriff der Eintracht ein. Er dribbelte sich durch am Strafraum, gab dann klug ab an Andre, der ebenfalls Übersicht bewies und den Ball durchschob auf Daniel B. Dieser kam unmittelbar vor dem Tor der Heimmannschaft zum Schuß, scheiterte aber am linken Fosten. Von den Grashüpfern war zu diesem Zeitpunkt kaum noch was zu sehen - was aber weiterhin auch an der bärenstarken Leistung der TSC-Defensivabteilung lag. Zwar spielte die Eintracht weiter stark nach vorne, kam aber zu keinen Großchancen mehr. Der Schiedsrichter pfiff das verregnete Spiel nach einer Minute Nachspielzeit schließlich ab.
Mit Blick auf die Tabelle kann man natürlich mit einem Unentschieden nicht zufrieden sein - Post II holte sich am Mittag den Dreier und kann sich damit ein wenig absetzen - dennoch soll ein Punktgewinn bei den Grashüpfern auch nicht unterbewertet werden. Alles in allem kann man von einem gerechten Unentschieden in einem zwar starken, aber an Torchancen armen Spiel sprechen.